Jugendschutz

Die Veranstalter werden an dieser Stelle auf ihre Pflicht zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes sowie zur Anbringung von bestimmten Hinweistafeln (diese sind im Jugendamt des Landratsamtes Schmalkalden-Meiningen erhältlich) hingewiesen.

Bei öffentlichen Tanzveranstaltungen gelten folgende Bestimmungen:

- Zutritt unter 16 Jahren nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten (i. d. R. die Eltern) oder einer erziehungsbeauftragten Person.
- Zutritt ab 16 Jahren ohne Begleitung einer personenberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person bis 24.00 Uhr.
- Rauchverbot unter 18 Jahren und Verbot der Abgabe von Tabakwaren an unter 18-Jährige.
- Kein Alkoholausschank an unter 16-Jährige.
- Ab 16 Jahren ist die Abgabe und der Verzehr von alkoholischen Getränken wie Wein/ Bier/ weinhaltigen Getränken (Most, Sekt, Obstwein) möglich.
- Keine Spirituosen (Schnaps, Mixgetränke mit Branntweinanteil, Alkopops) an unter 18-Jährige. Alkopops zählen zu den branntweinhaltigen Getränken und dürfen weder an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ausgegeben noch von ihnen konsumiert werden. Lassen Sie sich im Zweifel den Ausweis zeigen!

Eine Zusammenfassung zum Jugendschutzgesetz finden Sie auf der anhängenden Übersicht.

Der Veranstalter ist verpflichtet, sich über das Alter von solchen Gästen Gewissheit zu verschaffen, nach deren Erscheinungsbild damit zu rechnen ist, dass sie die oben genannten Altersgrenzen noch nicht erreicht haben (Kontrollpflicht). Einlasskontrollen sind über die gesamte Veranstaltungsdauer durchzuführen, auch wenn kein Eintritt mehr erhoben wird.

Errichten Sie im Eingangsbereich eine Durchgangsschleuse. Der Besucherstrom kann auf diese Weise besser reguliert und beobachtet werden. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ohne Begleitung der Eltern oder einer erziehungsbeauftragten Person darf die Anwesenheit bei öffentlichen Tanzveranstaltungen nicht gestattet werden.
Lassen Sie Jugendliche unter 18 Jahren ihre Ausweise hinterlegen. Ihre Anwesenheit darf ohne Erziehungsberechtigten nur bis 24.00 Uhr gestattet werden. Des Weiteren haben sich verschiedene farbige Stempel oder Bändchen bewährt, um eine zusätzliche Unterscheidungshilfe zu haben (auch für Thekendienst hilfreich).

Machen Sie um Mitternacht eine entsprechende Durchsage.
Die Ausweise erleichtern Ihnen die Suche nach den „schwarzen Schafen“.

Akzeptieren Sie ausschließlich den amtlichen Vordruck (Muttizettel) für die Erziehungsbeauftragung, der bei Ihrem Jugendamt erhältlich ist. Akzeptieren Sie nur Vordrucke, die vollständig ausgefüllt und sowohl von der erziehungsbeauftragten Person als auch von den Eltern (mindestens ein Elternteil) unterschrieben sind. In Zweifelsfällen sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse die Eltern unter der angegebenen Telefonnummern anrufen und sich die Erziehungsbeauftragung bestätigen lassen.

Geben Sie Branntwein, Schnaps und überwiegend branntweinhaltige Getränke nur an Erwachsene ab. Lassen Sie sich im Zweifelsfall den Ausweis zeigen.

Das Thüringer Gaststättengesetz (ThürGastG) ist zu beachten!!!

§ 8 - Verbote
(1) Es ist verboten,
1. Branntweine oder überwiegend branntweinhaltige Lebensmittel durch Automaten anzubieten,
2. in Ausübung eines Gewerbes alkoholische Getränke an erkennbar Betrunkene abzugeben,
3. die Abgabe von Speisen von der Bestellung von Getränken abhängig zu machen oder bei Nichtbestellung von Getränken die Preise zu erhöhen,
4. die Abgabe alkoholfreier Getränke von der Bestellung alkoholischer Getränke abhängig zu machen oder bei Nichtbestellung alkoholischer Getränke die Preise zu erhöhen.
(2) Es ist verboten, alkoholhaltige Getränke in einer Art und Weise anzubieten, der dazu geeignet ist, dem Alkoholmissbrauch Vorschub zu leisten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Alkohol in unbestimmten Mengen zu einem Preis abgegeben wird, der erheblich unter dem tatsächlich marktüblichen Preis liegt.
(3) Bei Ausschank alkoholischer Getränke sind auf Verlangen auch alkoholfreie Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle anzubieten. Davon ist mindestens ein alkoholfreies Getränk nicht teurer als das billigste alkoholische Getränk anzubieten. Der Preisvergleich erfolgt hierbei auch auf der Grundlage des hochgerechneten Preises für einen Liter der betreffenden Getränke. Die zuständige Behörde kann für den Ausschank aus Automaten Ausnahmen zulassen.


Nehmen Sie den Jugendschutz im eigenen Interesse und im Interesse der Eltern und Jugendlichen ernst! Das Jugendschutzgesetz richtet sich vorrangig an Sie als Veranstalter. Sie müssen mit Kontrollen der Polizei und der Jugendschutzbehörden rechnen. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden (Bußgeldrahmen bis zu 50.000 € !).

Empfehlungen im Umgang mit der erziehungsbeauftragten Person

    Eltern haben aber auch die Möglichkeit, erziehungsbeauftragte Personen für die Begleitung ihres minderjährigen Kindes beim Gaststätten-, Disco- oder Konzertbesuch einzusetzen. Dies sollte jedoch nur in begründeten Ausnahmefällen geschehen, da das Jugendschutzgesetz bereits sinnvolle Regelungen für die verschiedenen Altersgruppen enthält.


Nach dieser Regelung können für Kinder und Jugendliche, die von einer erziehungsbeauftragten Person begleitet werden, bestimmte zeitliche Begrenzungen – z. B. für den Besuch von Gaststätten oder Tanzveranstaltungen – aufgehoben werden.

Die erziehungsbeauftragte Person nimmt aufgrund einer Vereinbarung mit den Eltern zeitweise tatsächliche „Erziehungsaufgaben“ wahr. Deshalb muss die erziehungsbeauftragte Person volljährig sein und genügend eigene Reife besitzen, um dem zu beaufsichtigenden Kind oder dem Jugendlichen Grenzen setzen zu können (z. B. hinsichtlich des Alkoholkonsums).

Klären Sie im Vorfeld Ihrer Veranstaltung die Art und Weise der Kontrolle von minderjährigen Besuchern sowie den Umgang mit Formularen zur Erziehungsbeauftragung.

Weisen Sie Ihr Personal / Ihre Helfer vor der Veranstaltung entsprechend ein.

Sie haben in Zweifelsfällen die Pflicht – auch bei einer schriftlich vorgelegten Beauftragung – die Berechtigung zu überprüfen (Ist die Unterschrift offensichtlich gefälscht? Ist das Formular gewissenhaft ausgefüllt?)

Blanko-Unterschriften von Eltern und Eintragungen des nächstbesten Volljährigen als erziehungsbeauftragte Person sind nicht zu akzeptieren. Es besteht kein Auftragsverhältnis.

Rückversichern Sie sich im Zweifelsfall telefonisch bei den Eltern!

Ist die erziehungsbeauftragte Person zur Ausübung der Aufgabe nicht in der Lage – z. B. wegen Alkoholisierung – so handelt sie trotz vorheriger Vereinbarung nicht als erziehungsbeauftragte Person. In diesem Falle ist der Zutritt / Aufenthalt dem Minderjährigen nicht zu gestatten.

Veranstalter und Gewerbebetreibende können keinesfalls die Erziehungsbeauftragung übernehmen – hier käme es zu einer Interessenkollision!


Das Jugendamt steht den Veranstaltern jederzeit gerne beratend und unterstützend zur Seite:

Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
FD Jugend
Obertshäuser Platz 1
98617 Meiningen
Tel.: 03693/485-539, -511
Fax: 03693/485-217
E-mail:

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