Wichtige Hinweise zur Anzeige öffentlicher Veranstaltungen

Sie möchten eine Tanzveranstaltung oder ein Fest durchführen?

Neben Beat-Abenden und Discoveranstaltungen zählen Kirmesveranstaltungen, Weinfeste, Feuerwehrfeste usw., bei denen Musikgruppen oder Alleinunterhalter auftreten als öffentliche Tanzveranstaltungen und sind mit besonderen rechtlichen Bestimmungen verbunden. Als Veranstalter tragen Sie die Verantwortung für den reibungslosen Ablauf der Feier. Wir möchten Sie dabei gerne unterstützen und geben Ihnen Tipps zur Organisation Ihrer Veranstaltung und zum Umgang mit dem Jugendschutz:


- Melden Sie die Veranstaltung rechtzeitig beim zuständigen Ordnungsamt Ihrer jeweiligen Gemeinde / Stadt an. Dort erfahren Sie auch die wichtigsten Bestimmungen zu Lebensmittelrecht / Hygiene, Immission sowie Sperrzeit, Unfall- u. Brandschutz usw.


- Verständigen Sie rechtzeitig im Vorfeld der Veranstaltung Ihre zuständige Polizeiinspektion. Diese steht bei der Vorbereitung und bei offenen Fragen zum Jugendschutz gerne beratend zur Seite.

- Setzen Sie eine ausreichende Anzahl von (zuverlässigen) Ordnern ein. Wägen Sie ab, ob je nach Art und Größe der Veranstaltung ein professioneller Sicherheitsdienst sinnvoll und notwendig ist oder ob z.B. bei kleineren Vereinsfesten Betreuer und geeignete Mitglieder als Ordner eingesetzt werden sollen. Ihre Funktion sollte durch entsprechende Kennzeichnung (Armbinde, besser noch T-Shirt mit Aufdruck) erkennbar sein.

- Der Eigentümer des Veranstaltungsraumes übt das Hausrecht auf dem gesamten Veranstaltungsgelände aus. Er kann das Hausrecht für die Dauer der Veranstaltung auch einem anderen Verantwortlichen übertragen. Sie müssen die Anwesenheit eines Hausrechtinhabers in jedem Fall sicherstellen, um die erforderlichen Anordnungen im Sinne eines sicheren Veranstaltungsverlaufs (z. B. Hausverbote) rechtswirksam treffen zu können.

- Stellen Sie in jedem Fall ein Telefon (Handy, nur wenn Empfang vorhanden ist) bereit, um Hilfsdienste (Rettungsdienst / BRK, Feuerwehr, Polizei) sofort verständigen zu können.

- Notausgänge dürfen nicht verstellt und von innen nicht gesperrt sein. Oftmals versuchen am Eingang abgewiesene Personen diesen Umstand auszunutzen und sich – mit Unterstützung anderer Veranstaltungsteilnehmer – unberechtigt Zutritt zu verschaffen. Die Notausgänge sollten daher ständig von Ordnern beaufsichtigt werden.

- Verkaufen Sie die Eintrittskarten nicht im Paket. Bereits abgewiesene Personen könnten sich so eine „Zutrittsberechtigung“ verschaffen.

- Veranstaltungen im Freien sind schwieriger zu handhaben. Versuchen Sie die räumliche Situation so zu gestalten, dass Sie die wichtigsten Punkte (Hausrecht, Durchgangsschleuse, Sicherheit, Jugendschutz) umsetzen können.

- Die Sicherheit der Veranstaltungsbesucher steht an erster Stelle. Deshalb kein Zutritt für Personen, die als Störer oder Randalierer bekannt sind, erkennbar betrunken sind, Waffen, gefährliche Gegenstände oder verbotene Substanzen (Drogen) mitführen, Alkohol in den Veranstaltungsbereich einschmuggeln oder Behältnisse (Rucksäcke, große Taschen) in die Veranstaltung mitnehmen wollen.

- Das Jugendschutzgesetz (erhältlich über Ihr Jugendamt) muss sichtbar aufgehängt sein. Empfehlenswert ist der Aushang im Eingangsbereich sowie im Bar- und Thekenbereich.

Um die Anzeige von öffentlichen Veranstaltungen zu vereinfachen ist durch das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen ein Formblatt herausgegeben worden, auf dem alle wichtigen Eckdaten in Kürze eingetragen werden können. Dieses können Sie an dieser Stelle auch als PDF downloaden und bei Bedarf vervielfältigen.

Was heißt eigentlich Öffentlichkeit?

Entscheidend ist nicht, ob ein Raum „öffentlich“ ist oder nicht, entscheidend ist jeweils die konkrete Veranstaltung. Öffentlichkeit bedeutet allgemeine Zugänglichkeit, unabhängig davon, ob 10 Personen oder 500 Personen kommen. Bei einer nicht öffentlichen Veranstaltung stehen die Teilnehmer/innen untereinander und mit dem Veranstalter in Beziehung. Im Zweifelsfall kann sich ein Veranstalter mit einer Teilnehmer-Liste und einer Einlasskontrolle absichern.

Auf den folgenden Seiten haben wir für Sie die Wichtigsten gesetzlichen Regelungen, welche eine öffentliche Veranstaltung berühren können, entsprechend der Zuständigkeiten aufgegliedert. Sollten Sie eine solche Veranstaltung planen und durchführen, empfiehlt es sich über diese Regelungen informiert zu sein. Spezielle Fragen dazu können natürlich auch an die jeweiligen Mitarbeiter der Fachabteilungen gerichtet werden.

--> § 42 Ordnungsbehördengesetz (OBG) - Veranstaltungen von Vergnügungen
--> Thüringer Feiertagsgesetz
--> Jugendschutz
--> Nichtraucherschutz
--> Sperrzeiten
--> baurechtliche Maßnahmen
--> vorbeugender Brandschutz
--> Immissionsschutz / Lärmschutz
--> Lebensmittelhygiene
--> Hinweise des Gesundheitsamtes
--> Straßenbenutzung


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Veranstaltungsanzeige für Ordnungsämter.pdf217 kB

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