Kapelle - "Wahrzeichen" von Altenbreitungen

Kapelle in AltenbreitungenSie ist eines der sehenswerten Breitunger Fachwerkbauten in hennebergisch-fränkischem Stil. Der heutige Bau stellt die Form eines dörflichen Rathauses dar, die dem Erbauer alle Ehre macht; gestaltet wie die großen Rathäuser jener Zeit, und doch so klein - die Fassade ist nur 6 Meter lang und 5 Meter breit. Der Bau zeigt ein steinernes Erdgeschoss mit rechteckigen Fenstern. In Fachwerk ist das Hauptgeschoss aufgesetzt, überragt von einem französischen Dach mit Giebelseiten. Darauf erhebt sich ein kleines Türmchen, achteckig mit Uhr und Fenstern, darüber eine Laterne, weiter eine Schweifkuppel, die sich nochmals in eine kleine kugelförmige Kuppel zusammenzieht, um schließlich in einer Wetterfahne zu endigen.

Zeugnisse belegen die Existenz der Kapelle als Gebetsstätte- vielleicht Wallfahrtskapelle bereits im 12. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Gebäude bauliche Veränderungen und verschiedene Nutzungen.
Über Jahrzehnte wurde das Obergeschoss als Wohnung an örtliche Interessenten vermietet, denen auch der Dienst an Uhr und Glocke oblag. Das Untergeschoss diente Jahrhunderte als Herberge für fahrendes Volk, notfalls auch für Randalisten und Delinquenten, wurde aber später auch in die Mietwohnung einbegriffen. 1670 wurde die Kapelle als "Gemeindehaus" bezeichnet.

Ausschließlich als Wohnung stand die Kapelle in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Verfügung. Bis zu dem Zeitpunkt, als sie den Ansprüchen an Wohnraum nicht mehr gerecht wurde. Die Kapelle wurde wieder ein öffentliches Gebäude.

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